Rundweg der 6 Kirchen


Carona hat eine reiche Vielfalt von sechs sehenswerten Kirchen.
Sehr zu empfehlen ist daher der „ sentiero delle 6 chiese“, der Weg der 6 Kirchen. Der Pfad beginnt bei der Pfarrkirche des San Salvatore und endet beim überraschend aufblitzenden Kloster Santa Maria di Torello.

Il sentiero delle 6 chiese:

1:  Pfarrkirche San Salvatore. Im 1704 erbaut.

2: Capella della Madonna delle Grazie (Ciona). Kapelle aus dem 16. Jh.
Die heute weiss getünchte Fassade war ursprünglich bemalt. Der Bilderschmuck entstand zwischen 1579 und 1597 als Auftragsarbeit des Bischofs Francesco Bonesana. Die Arbeiten waren 1597 abgeschlossen, wie aus den Akten hervorgeht. Heute sieht man nur noch die Sonnenuhr und eine Stuckverzierung über dem Portal, wo sich in einem ovalen Rahmen ein Bild befunden haben mag, das wohl die Madonna darstellte, deren Namen die Kirch trägt

3: Pfarrkirche San Giorgio. Im 15 Jh. erbaut, Chor mit Freske “ Das jüngste Gericht” von Domenico Pezzi
Erwähnt wird die Kirche erstmals im Jahre 1425, als Papst Martin der Fünfte ihre Trennung von der Kollegialkirche San Lorenzo in Lugano verfügte und sie zur Pfarrkirche erhob. Heute erscheint sie im Wesentlichen genauso wie im 16. und 17. Jahrhundert. Im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts wurden einige Änderungen vorgenommen, um die Kirche den Anordnungen des gegenreformatorischen Konzils von Trient anzupassen. Das Konzil war 1563 abgeschlossen. Danach verlangte man, dass Kirchenbauten und ihre Kunstwerke besonderen Anstand und Würde ausstrahlten. So kam es, dass der Bischofssitz in diesen Jahren Anweisungen gab, die Kirche zu renovieren und verschiedene Werkstätten für ihre Arbeiten zu honorieren. Die offizielle Weihe der Kirche fand erst am 14. Mai 1698 statt. Die wurde von Francesco Bonesana, dem Bischof von Como, vorgenommen, wie die Inschrift auf dem Architrav des Portals bezeugt und wie es auch in einer Urkunde des bischöflichen Archivs in Lugano bestätigt wird.

4: Bruderschaftskirche Santa Marta. Im Mittelalter gebaut, Fresken von 1486.
Die Kirche stammt aus sehr alter Zeit und man vermutet an diesem Ort ein ursprünglich römisches Gebäude, das dem Heiligen Paulus gewidmet war. Ende 17. Jahrhundert wurde die Kirche umgebaut. Der Neubau war 1709 beendet. Die Kirchenfassade zeigt rechts Reste eines Freskos des Heiligen Christophorus, der als Beschützer von Reisenden und Pilgern überall gern an Kirchen und Kapellen dargestellt wurde, wo der  Besucher ihn sofort erblickte.

5: Madonna d`Ongero. Erbaut im 17 Jh. Stuckaturen von A. Casella 1646-1648, Fresken Antonio Petrini
Das Santuario della Madonna d`Onero stellt ein kleines Meisterwerk der Kunst des Barocks dar. Die Kirche wurde zwischen 1624 und 1640 auf den Grundmauern einer kleinen Kapelle des Jahres 1515 erbaut, die ein wundertätiges Bild der Heiligen Muttergottes von Loreto enthielt. Dieses Bild wurde nach dem Volksglauben von einem taubstummen Mädchen gefunden, das gleich darauf wieder sprechen konnte.

Hermann Hesse schrieb eine Geschichte über diese Kirche. Klicken Sie hier und lesen Sie diese nach:
Madonnenfest in der Madonna d'Ongero
Text von Hermann Hesse aus dem Jahr 1924


6: Kloster Santa Marta di Torello. 1217 vom Comer Bischof Guglielmo della Torre errichtet und gestiftet, ist heute Privatbesitz. Romantischer Bau mit Fresken aus dem 13. Jh.
Die feierliche Einweihung der Kirche fand 1217 in Gegenwart des Bischofs statt. Mönche des Augustinerordens zogen in das Kloster ein, das bald über weitläufige Gebiete des umliegenden Landes herrschte: in Grancia besass es ein Getreidelager, ausserdem hatte das Kloster Ländereien in Carabbia, Pazzallo, Figino und Bioggio. Diese Einkünfte sicherten den Lebensunerhalt der klösterlichen Gemeinschaft. Durch päpstlichen Erlass wurde Konvent 1389 aufgehoben.

Es würden Auszüge aus dem Kunstführer
„Carona - seine Künstler, seine Kunstdenkmäler“ zitiert. Diesen Kunstführer können Sie käuflich im Dorf erwerben oder direkt bei Pro Carona, dem Verkehrsverein von Carona, via Email bestellen.(info@procarona.ch)

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